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Kompetenzmodell

engl: competence model

Der Begriff Kompetenzmodell wird in sehr unterschiedlicher Bedeutung verwandt. Eine Merkmalsdimension mit der sich diese Bedeutungen und Typen von Kompetenzmodellen unterscheiden lassen ist ihr Allgemeingültigkeitsanspruch:

  • Allgemeines Kompetenzmodell
    Allgemein gültige Taxonomie oder Systematik zur Klassifikation von Kompetenzen und insbesondere beruflicher Anforderungen oder Verhaltensweisen. (Hier finden Sie ein konkretes Beispiel)
  • Funktionsspezifisches Kompetenzmodell oder
  • rollenspezifisches Kompetenzmodell
    Allgemein gültige Taxonomie der Verhaltensweisen oder Anforderungen, die Träger bestimmter Funktionen oder Rollen, wie beispielsweise Führungskraft, Manager oder Teamleiter erfüllen müssen, um erfolgreich zu sein. Gelegentlich werden auch die Anforderungen für job-families / Gruppen ähnlicher Positionen zusammengefasst.
  • Positionsspezifisches Kompetenzmodell oder
  • Single-Job Kompetenzmodell
    - im Sinne von Anforderungsprofil für eine bestimmte Position (z. B. Leiter der Niederlassung Spanien) oder Stellenbeschreibung.
  • Unternehmensspezifisches Kompetenzmodell (häufigster Typus)
    Diese Modelle sollen einen einheitlichen Sprachgebrauch zu Kompetenzen im Unternehmen gewährleisten. Meist bestehen Sie jedoch nur aus einem vermeintlich unternehmensspezifischen, positionsübergreifenden Anforderungsprofil oder sie stellen einen unternehmenseigenen, meist wenig geglückten Ansatz zur Klassifikation beruflich relevanter Kompetenzen dar. Zur Konzeption werden u. a. mit einer Auswahl von Top- und Normal-Leistern Interviews geführt, die unternehmensspezifische, positionsübergreifend wichtige Kompetenzen erbringen sollen. Die Analyseeinheit ist also nicht eine bestimmte Position oder ein Positionsbündel, sondern meist gleich das ganze Unternehmen.

(weitere Details zu den einzelnen Typen auf den jeweiligen Webseiten)

Kritische Anmerkungen zum Begriff Kompetenzmodell

Vorschlag zur Struktur einer Kompetenzsystematik für Unternehmen

Konkretes Beispiel einer allgemeinen Kompetenzsystematik / eines Kompetenzmodells



Weitere Hinweise finden Sie unter:
Anforderungsprofil
Anforderungsanalyse
Kompetenzmanagement
Qualität von Kompetenzmodellen
Entwicklung von Kompetenzmodellen und Anforderungsprofilen


Beratung:

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Literatur:

Klug, A. (2008). Analyse des Personalentwicklungsbedarfs. in: Praxishandbuch Personalentwicklung. p 31-76. Wiesbaden: Gabler.

Lucia, A.D. & Lepsinger, R. (1999). The Art and Science of Competency Models . San Francisco: Jossey-Bass.
Wood, R. & Payne, T. (1998). Competency based recruitment and selection - A practical guide . New York: Wiley.


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